Vorbereitung auf die Staatsmeisterschaft: Team RAD.SPORT.SZENE Ausseerland im Höhentrainingslager

Training auf über 2.000 m
Pernsteiner und Pliem nutzen nun die Zeit bis zum nächsten Großevent, um intensiv an der Wettkampfform zu arbeiten. Auf über 2.000 Meter Meereshöhe wird intensiv trainiert, um sich an die Herausforderungen der Marathon Staatsmeisterschaft im Montafon zu gewöhnen. Trainiert wird zweimal täglich, abwechselnd mit Rennrad und Mountainbike, auf Höhen bis 2.500 Meter um neue Reize zu setzen. Schon am kommenden Wochenende startet das Team RAD.SPORT.SZENE Ausseerland dann beim KitzAlpBike Festival, hier findet die WM-Generalprobe für 2013 statt.
Christian Santos und Hasan Fidan zu Gast in Kühtai

Die beiden belgischen Fussballprofis Christian Santos und Hasan Fidan lieferten sich ein heißes Duell auf der Trainingsanlage in Kühtai. Wie die beiden Profis vom 2. Ligisten AS Eupen das Kühtai für sich entdeckt haben? "Wir waren auf der Suche nach einem Höhentrainings Camp um uns auf die nächste Saison vorzubereiten. Das Höhenleistungszentrum Kühtai bietet dafür die perfekten Voraussetzungen. Wir können hier unsere Technik verbessern und gleichzeitig mit Lauftraining unsere Kondition steigern.
Mit dem 2. Platz hat es letztes Jahr leider nicht ganz zum Aufstieg in die 1. Liga gereicht. Wir wünschen den beiden, dass sie in dieser Saison, natürlich auch mit Unterstützung des in Kühtai absolvierten Trainings, ihr Ziel erreichen.
Vom Kühtai zur Ö-Tour

Nach einer kurzen Erholungspause nach dem Giro d'Italia bereitet sich der Kramsacher Radprofi Thomas Rohregger derzeit im Kühtai auf die Österreich-Rundfahrt vor. Gestern stand nach einer Abfahrt nach Kematen eine fünfstündige Ausfahrt am Programm. "Das Kühtai ist wegen seiner Höhenlage ideal zur Vorbereitung", sagt der 29-Jährige. "Warum weiß Gott wo hinfahren, wenn man eine Spitzenregion vor der Nase hat?"
Quelle: Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom 16.6.2012
Thomas fährt für das Radio Shack-Nissan Radteam welches ein professionelles Radsportteam aus Luxemburgist, das 2011 unter dem Namen Leopard-Track seine erste Saison als Pro Team in der UCI World Tour bestritt. Nach der Fusion mit dem us-amerikanischen Team Radioshack trägt es in der Saison 2012 seinen jetzigen Namen.
Trial Training im Kühtai

Steffen Niebergall über die Vorteile des Höhentrainings im Kühtai
"Durch den ständig wechselnden Untergrund wird mein Muskelaufbau perfekt beansprucht". Steffen Niebergall ist mittlerweile einer von Vielen der die Vorteile des Höhenleistungszentrum Kühtai für sich entdeckt hat. "Die Trainingsmöglichkeiten sind absolut perfekt für Trailrunner." Aber abgesehen davon bietet die einzigartige Lage noch mehrere Vorteile. "Man geht vor die Haustüre und ist ist schon mitten im Trainingsgelände. Ausserdem ist durch die optimale Kessellage kein Verlaufen möglich." Und auch die Anfahrt ins Kühtai hat den Extremsportler fasziniert: "Vom Flughafen, Bahnhof oder Autobahn benötigt man maximal eine halbe Stunde zum Trainingsgelände; Besser geht es nicht".
Steffen nutzte das Höhentraining zur Vorbereitung für den Ultra Trail auf der Zugspitze.
Kühtai lockt erste Athleten

- (Fotoquelle: Droidmedia)

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Die Baumaschinen ratterten noch, als die norwegischen Eisschnellläufer als erstes Nationalteam im neuen Höhenleistungszentrum im Kühtai ihre Runden zogen.
Kühtai – Kristian, Sverre und Simen sind Sauberkeitsfanatiker. Behutsam ziehen sie ihre Sportgeräte aus den Rucksäcken und kontrollieren sie penibel – sogar Staubfussel werden entfernt. Im Hintergrund ist Jarle am Säubern. Er speckt jedes noch so kleine Steinchen vom ohnehin frischen Asphalt. Bald drehen die drei unter Anweisung des Vierten ihre ersten Runden.
Bei den Männern, die schon so früh auf den Beinen sind, handelt es sich um Mitglieder und den Trainer des norwegischen Eisschnelllaufnationalteams. Sie sind Freitagfrüh vom Berninapass mit ihren Rädern aufgebrochen. Ziel war das 190 Kilometer entfernte Kühtai, wo allerdings noch zur selben Zeit die Baumaschinen ratterten. Als die Sportler in dem Hoteldorf auf 2000 Meter ankamen, beendeten gerade erst die Asphaltierer ihre Arbeit.
Die neue Inlinebahn am Parkplatz des Hochalterkarliftes in Kühtai ist in Rekordzeit aus dem Boden gestampft worden. Als Teil des Höhenleistungszentrums sollte sie ursprünglich Teil der Leichtathletikanlage sein, ehe sich herausstellte, dass die Radien der dortigen Laufbahn zu groß sind. „Es gibt im Sommer keine 400-Meter-Bahnen aus Eis“, erklärt Trainer Jarle Pedersen, ergo müsse man, um dieselbe Kurvenlage zu erzielen, mit den Inlinern auf kürzeren Bahnen trainieren.
Mittlerweile hat sich der Verkehr auf Kühtais neuer Schleife erhöht. Mit atemberaubender Geschwindigkeit sausen die jungen Sportlerinnen und Sportler um die elliptische Bahn. Pedersen verfolgt sie mit stoischer Miene. Das spezielle Höhentraining würde sich für seine Schützlinge sicherlich bezahlt machen, raunt er, ohne die Augen von den Vorbeiziehenden abzulassen. Man sei hier höher als anderswo. Vergleichbare Bahnen in St. Moritz und dem französischen Font Romeu lägen auf 1800 Meter und damit eben um 200 Meter tiefer. Hier im Kühtai finde man ein perfektes Umfeld vor, neulich habe man beim Stausee auf der Sägemehlstrecke trainiert, das würde die Gelenke entlasten und auf dem Sulzkogel sei man auch bereits gewesen. Pedersen will nun auch anderen norwegischen Sportlern die neue Trainingsstätte schmackhaft machen. „Einzig ein Kraftraum fehlt noch, sonst ist hier ein perfektes Umfeld“, so der Übungsleiter der drittpopulärsten Wintersportart in seiner Heimat.
Wolfgang Suitner, Geschäftsführer der Höhenleistungs-GmbH, nickt mit dem Kopf. „In Baustufe zwei ist dann auch ein Kraftraum vorgesehen“, sagt er. Nun müsse man aber zunächst „ein paar Jahre schauen, wie sich das Ganze entwickelt“. Vorerst soll das Vorhandene bestens genützt werden.
Direkt neben der Inlinebahn nehmen die Arbeiter wieder ihre Tätigkeit auf. Und weil sie vorhin gut zugeschaut haben, wird der auf den frischen schwarzen Untergrund gekollerte Schotter wieder fein säuberlich weggekehrt. Pedersen nickt zufrieden. „Wir werden auch noch einen Zaun aufstellen und eventuell eine Holzbrücke bauen, damit das Vieh nicht auf die Bahn kommt und die Zufahrt zum Haus des Tourismus gewährleistet ist“, so Suitner.
Quelle: Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom 08.09.2011, Autor: Bernhard Stecher
Schonend in die Landschaft geparkt

- (Fotoquelle: Tiroler Tageszeitung)

- (Fotoquelle: Tiroler Tageszeitung)
Allem Anschein nach ist der Bau des Höhenleistungszentrums im Kühtai aus Sicht des Naturschutzes gelungen. Bei der Übergabe am Montagnachmittag gab es jedenfalls lobende Worte von allen Seiten.
Kühtai – So ganz wohl dürfte den Verantwortlichen des Kühtaier Höhenleistungszentrums mit dem großen Kunstrasenplatz, den Leichtathletikeinrichtungen sowie dem Beach-Soccer und -Volleyballplatz nicht gewesen sein, als sie ihr Projekt einreichten. Galt es doch, die Bewilligung für einen markanten landschaftlichen Einschnitt auf einer Höhe von 2.000 Metern zu erhalten. Die Vermutung für das Bauchwehgefühl liegt deshalb nahe, weil bei der montägigen Übergabe keiner der Redner vergaß, auf das Thema Natur einzugehen. Der eine tat dies auf die subtile Art und Weise, der andere frontal. Karl Gostner mit der durchaus politischen Version und dem Versuch des Lavierens: "Dank der guten Zusammenarbeit", sprach der Obmann des TVB Innsbruck und seiner Feriendörfer "und des Beitrags der Landesumweltanwaltschaft schmiegt sich die Anlage elegant in die Landschaft." Bürgermeister Hermann Föger formulierte da schon deutlicher. Er habe, sagte das Silzer Dorfoberhaupt, ursprünglich starke Bedenken hinsichtlich des Landschaftsbildes gehabt. Nun würde "es aber passen" und er sei froh, dass jene Idee, "die bereits so lange herumgeistert", optisch ansprechend umgesetzt wurde.
Zufrieden mit der Ausführung und der Einbettung der Sportanlage in die Umgebung ist auch der Vertreter des Landesumweltanwaltes, Walter Tschon. Er sei "positiv angetan", verriet er im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung und tat bei dieser Gelegenheit auch kund, dass es während der Bauphase mehrere Anzeigen gegeben habe. Warum das Projekt überhaupt genehmigt worden ist? Tschon: "Entscheidend war sicher die gute Ausgleichsregelung, die seitens des Tourismusverbandes angeboten wurde." Dieser habe von der Agrargemeinschaft Flächen gepachtet und sie im Sinne des Naturschutzes aufgewertet. Tschon weiter: Wie aber die Anlage ausgefallen sei, "das war so nicht unbedingt zu erwarten, hier ist sorgfältig gearbeitet worden". Insofern wäre es nun auch ein Auftrag, "weiter dran zu bleiben" und Ausbesserungsarbeiten, falls notwendig, laufend durchzuführen.
Dass die Böschungen wirklich naturnah gestaltet worden sind, musste TVB-Mann Gostner schmerzlich erfahren. Er versank bei einer Bepflanzungsaktion im feinen Zwirn und edlem Schuhwerk bis Mitte Unterschenkel in einem kleinen Feuchtbiotop. Bekleidungstechnisch sportlicher unterwegs war Christian Graf zu Stolberg-Stolberg. Der 59-Jährige testete den Kunstrasenplatz der neuesten Generation in kurzen Lederhosen und im schicken Polo auf Herz und Nieren und zeigte dabei beachtliche technische Fähigkeiten. Kaum verwunderlich, wenn man weiß, dass Hoheit in jungen Jahren Mitglied der Österreichischen Landhockeymannschaft zu sein pflegte und deshalb zu wissen geruht, wie sich eine Kugel fortbewegt und dass das Runde ins Eckige befördert werden sollte.
Stolbergs Traum ist es, dass einmal der große FC Bayern in Kühtai antanzt. Dazu will der Graf seine Kontakte zu Bayern-Arzt Müller-Wohlfahrt spielen lassen. Zwischenzeitlich werden aber wohl die Sportler aus anderen Sportarten oder eher Fußball-Amateure ihre Zelte zur Freude der Hoteliers und zur Ankurbelung des Sommertourismus am Übergang vom Ötz- zum Sellraintal aufschlagen. Der deutsche Sport-Marketingmann Uwe Scholz soll die dazu notwendigen Kontakte herstellen.
Quelle: Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom 24.08.2011, Autor: Bernhard Stecher
Das Höhenleistungszentrum Kühtai nimmt seinen Betrieb auf
Höhentrainings haben im Kühtai bereits eine lange Tradition, da sich sowohl Infrastruktur als auch die ausgezeichnete Lage hervorragend für Trainingslager eignen. Der Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer entschloß sich daher 2010 zur Errichtung eines modernen Leistungszentrums für Höhentrainings. Die Investitionssumme in das ehrgeizige Projekt beträgt etwa € 1,3 Millionen und stellt eine große Weiterentwicklung des Trainingsangebots für Hochleistungssportler dar. Um den gerechtfertigten hohen Ansprüchen von Spitzensportlern entgegenzukommen wurde besonders Augenmerk auf beste Qualität der Trainingsmöglichkeiten gelegt. Eine wesentliche Besonderheit des Höhenleistungszentrum Kühtai ist die Kombination aus verschiedenen, frei wählbaren Beherbergungsmöglichkeiten und dem Höhentraining. Die Athleten sind also nicht in einem Heim untergebracht, sondern können die touristischen Infrastruktur des Kühtais voll nutzen.
Bauliche Herausforderungen
Das Kühtai verfügt aufgrund seiner Höhenlage von über 2.000 Meter Seehöhe über eine verhältnismäßig kurze Bausaison. Deshalb mussten die Bauarbeiten für die Errichtung des Höhenleistungszentrum Kühtai perfekt abgestimmt und koordiniert werden. Die inneralpine Lage des Kühtais und das damit verbundene geringe Platzangebot setzte eine optimale Nutzung der vorhandenen Flächen voraus. Das ausgefeilte Raumkonzept des Höhenleistungszentrum Kühtai stellt dabei sicher, dass die touristische Infrastruktur bestmöglich eingebunden, ein ungestörtes Training der Athleten aber gewährleistet ist. Trotz des geringen Platzangebots im Kühtai konnte bereits in der Planungsphase Raum für mögliche Erweiterungen des Höhenleistungszentrum Kühtai sichergestellt werden.
